Hundeschwimmen stieß auf große Resonanz

Hundeschwimmen stieß auf große Resonanz

Neubeckum ( himm) Eine lange Schlange von Autos parkte fast bis zur Ecke Graf-Galen-Straße und Spiekersstraße. Zum Ende der Badesaison hatten sich noch einmal zahlreiche Gäste auf den Weg zum Neubeckumer Freibad gemacht. In der Abendsonne die letzten Stunden zu genießen, bevor sich die Tore des Sportbads bis zum 1. Mai 2014 zunächst schließen, war ihr Wunsch. Dass dadurch Kasse noch einmal so richtig klingelte beobachteten Mechthild Bürsmeier-Nauert und Eva Hess vom Fördervereins Freibad Neubeckum mit Genugtuung, die das Hin und Her aufmerksam beobachteten. Denn der Sonntagabend zum Saisonausklang war kein gewöhnlicher. Rund 80 Vierbeiner ganz unterschiedlicher Rassen hatten sich mit ihren Besitzern am Beckenrand versammelt. Und dann hieß das Kommando für alle Hunde: „Ab in die Fluten!“ Dazu ließen sich Labradore wie Amba und Laika ebenso wenig mehrfach auffordern wie die kleinen King Charles Spaniels, Dusty und Sonny. Zu schwimmen und zu apportieren, war für sie das Größte. Spaß, statt Stress, sollte das Ergebnis des tierischen Badevergnügens auch für Frauchen und Herrchen sein. Eine freute sich über das wilde Treiben ganz besonders, nämlich Cornelia Becker, die am Donnerstag kurzfristig mit ihren Kollegen entschieden hatte, das Experiment zu wagen: „Ich bin begeistert und hätte nicht gedacht, das die Veranstaltung so gut angenommen wird“, freute sich die Angestellte der Stadt Beckum über den Trubel im Freibad. Angeregt worden war die Aktion „Schwimmen mit Hunden“ von Rainer Janotta, der auch im Gespräch mit Fachleuten überprüft hatte, ob das Chlorwasser den Hunden schaden könnte. Ob die für den öffentlichen Badebetrieb vorgeschriebene Dosis Chlor so beibehalten werden konnte, oder womöglich hätte runter gefahren werden müssen, klärte Bernd Schroeder vorher ab. „Das Wasser wird später dann abgelassen und die Becken werden intensiv gereinigt und desinfiziert. Kein Badegast muss sich Sorgen machen, im nächsten Jahr mit Keimen, die die Hunde hinterlassen haben könnten, belastet zu werden“, gab der Bäderteamleiter Entwarnung. „Außerdem sind auch alle Tiere geimpft. Es ist keine Gefahr im Verzug“, beruhigte er Kritiker auch schon im Vorfeld. „Das ist eine tolle Sache. Mein Hund Laika liebt das Wasser, springt auch im Winter in jeden See“, schwärmte Lisa Strauhal im „Glocke-Gespräch“ von dem Erlebnis mit ihrer Hündin geschwommen zu sein. Auch dass die Hunde untereinander Kontakt auf nehmen konnten, fand die Krankenschwester prima. Bernd Schroeder hofft nun, dass aufgrund der Sonderaktion Spenden zu Gunsten der Modernisierung der großen Rutsche eingehen könnten.

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