Im Ersten Anlauf gescheitert

Im Ersten Anlauf gescheitert

Neubeckum (himm). Der Abbau der 30 Jahre alten Wasserrutsche war Mitte November perfekt verlaufen. Warum sollte also nicht auch die Montage der neuen Rutsche nach Zeitplan abgewickelt werden?  Den Richtkranz hatten  Theo Thiemann, Bernd Mergner und Hubert Eickholt vom Förderverein Freibad Neubeckum bereits präpariert. Am heutigen Donnerstag wollte man  bei Grillwurst und Getränken ein zünftiges Richtfest im Neubeckumer Freibad ausrichten. Doch das fällt nun aus. Zwar stand der Autokran der Firma Canisius am gestrigen Mittwoch pünktlich vor den Toren des Sportbads  am Harberg. Und die Mitarbeiter der Firma  Hartwigsen aus Jettingen sowie  Alfons Pabel und Peter Kube, Fachangestellter für Bäderbetriebe der Stadt Beckum, hatten gute Vorarbeit geleistet und die einzelnen Elemente der Wasserrutsche bereits zusammengeschraubt. Aber die Rechnung mit dem Untergrund der Baustraße, über die der Kran den Standort der Rutsche erreichen sollte, hatte man nicht gemacht. Problemlos passierte das Fahrzeug zunächst den schmalen Eingangsbereich. Doch wenige Meter vor dem Ziel bohrte sich das 48 Tonnen schwere Ungetüm in den vom Regen durchweichten Boden. Rund 20 Minuten wurde rangiert, die ganze Technik des Fahrzeuges ausgenutzt. Firmenchef Clemens Canisius, der seinen Kran nebst Fahrer kostenlos zur Verfügung stellte, machte sich sogar selber ein Bild von der Situation.  Alle Mühe war vergebens. Projektleiter Hubert Eickholt  stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Das Problem hatten wir 1984 auch“, erzählte Schwimmmeister ade, Timo Konietzka tröstend, der vorbeigekommen war, um sich das Manöver anzusehen Wie den  Koloss wieder aus dem Freibad herauszuziehen? Diese Frage stellte sich als nächstes. Denn aus eigener Kraft war dies nicht möglich. Da half nur der Griff zum Handy. Hubert Eickholt hatte Glück.  Schnelle Hilfe leistete Reinhard Tentrup. Der Neubeckumer Landwirt rückte innerhalb kürzester Zeit mit seinem Traktor an.  Und im Nu konnte der Autokran seine Fahrt über die Graf-Galen-Straße Richtung Firmensitz an der Hauptstraße aufnehmen. „Wir brauchen eine  anständige Frostperiode, dann kann es mit dem Aufsetzen der Elemente auf die Träger klappen“, sind sich die Mitarbeiter der Firma Canisius sicher.

Bild 1: Festgefahren: (v.l.) Peter Kube und Hubert Eickholt sind enttäuscht, dass die Montage der Elemente der neuen Rutsche im Neubeckumer Freibad am Mittwoch nicht stattfinden konnte.Montage_neue_Rutsche_gescheitert_1

Bild 3: Schnelle Hilfe: Landwirt Reinhard Tentrup zog den 48 Tonnen schweren Autokran der Firma Canisius vom Gelände des Neubeckumer Freibades.Montage_neue_Rutsche_gescheitert_3

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