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    Abriss der alten Kinderrutsche

    Neubeckum (himm). Wenn ein Betonbauwerk menschliche Züge hätte, dann könnte man sagen, es hat sich bis zum Schluss gegen seinen Abriss gewehrt. Es dämmerte noch als Joschi Gomez gestern im Freibad Neubeckum seine Motorflex in Betrieb nahm, um den Sockel der alten Kinderrutsche aus dem Jahre 1940 anzusägen. Wenn acht Uhr verabredet ist, hält man sich daran. Und so stand auch Lothar Stumpen mit seinem Traktor mit Frontlader in Startposition, um die Demontagearbeiten mit zu unterstützen. Die Handläufe aus Aluminium waren bereits sorgsam und zur Wiederverwertung abmontiert worden wie auch das Pflaster aufgenommen. Mit einem Bagger der Firma Pollmann ging Gomez dann ans Werk. Genau eine Stunde malträtierte er das alte Schätzchen. Dann lag nur noch ein Trümmerhaufen an der Stelle, auf der nun ab März 2016, so das Wetter mitspielt, eine nagelneue in Regenbogenfarben gehaltene Kinder-Wasserrutschbahn montiert werden soll, wie Hubert Eickholt im „Glocke-Gespräch“ berichtete. Das Vorstandsmitglied des Fördervereins Freibad Neubeckum wird bis zum Schluss ein waches Auge auf die Bauarbeiten halten. Denn die 14,80 Meter lange Wasserspaßbahn, die an der jetzigen Sonnenterrasse ihren Einstieg haben wird und mit zwei Bögen im Winkel von 90 Grad und 180 Grad schließlich ins Nichtschwimmerbecken mündet, soll passend zur Freibadsaison, Anfang Mai, mit Begrünung drum herum, einsatzbereit sein. Davon, jetzt schon ein Fundament herzurichten, habe Bauunternehmer Ingo Wittkemper ihm abgeraten. Das Investitionsvolumen für das Prachtstück aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) der Firma Aquarena, das der Attraktivitätssteigerung des Freibads dienen soll, belaufe sich auf rund 55.600 Euro. Die Finanzierung wird über den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Energie und Bäder erfolgen. Bis zu einer Obergrenze von 25.000 Euro werden die Kosten vom Eigenbetrieb getragen. Den Rest erstattet der Förderverein Freibad Neubeckum dem Eigenbetrieb. Erste großzügige Spenden seien bereits beim Förderverein eingegangen, erzählte Hubert Eickholt, der auch den Bau der Riesenwasserrutsche im Sportbad am Harberg mit großem Engagement begleitete. Bild 3: Mit einem Bagger der Firma Pollmann hob Joschi Gomez gestern das 75 Jahre alte Betonbauwerk aus den Angeln.

     

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